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Katzenimpfungen Drucken
Durch den Gebrauch von Impfungen wurde die Häufigkeit (Inzidenz) und Ernsthaftigkeit von ansteckenden Krankheiten stark reduziert.
Durch die Impfung wird in der Katze ein komplizierter Prozess ausgelöst, bei dem ihr Abwehrsystem aufgefordert wird, die eingeschleusten fremden Proteine (Antigene) zu erkennen und biologische Abwehrkräfte (Antikörper) zu produzieren.

Diese Antwort ihres Immunsystems beschützt die Katze künftig vor den im Impfstoff vorhandenen Erregern.
Die Begriffe Impfung und Immunisierung werden beide in diesem Zusammenhang verwendet. Sie bedeuten aber nicht genau das gleiche.
Kein Impfstoff ist 100% wirksam gegen alle Stämme von infektiösen Erregern. Trotzdem werden die meisten geimpften Katzen immun gegen diese Krankheiten. Der richtige Gebrauch von Impfungen wird die meisten Katzen von den zum Teil fatalen Folgen dieser Krankheiten bewahren.

Es ist wichtig, schon Jungtiere zu impfen und die Impfung innerhalb weniger Wochen zu wiederholen, damit sie gegen die Krankheit eine Immunität bilden können.
Kleine Katzen erhalten durch die Muttermilch Antikörper. Dies wird "Immunität durch die Mutter" genannt. Diese Antikörper verlieren ihre Wirkung zwischen 6 und 10 Wochen. Deshalb werden die Kätzlein in dieser Zeit zum ersten Mal geimpft. Damit die Immunisierung sicher stattfindet und die Jungkatze genügend Antikörper bilden kann, impft man sie im Abstand von 3 Wochen nach.
Werden die Jungtiere zu früh geimpft, verhindern die durch die Muttermilch erhaltenen Antikörper eine Immunisierung gegen die Krankheit. Erst wenn die Immunität durch die Mutterkatze nachlässt, können die Kätzlein erfolgreich geimpft werden.
Ein geimpftes Kätzlein kann Reaktionen zeigen wie Müdigkeit, Appetitmangel, Niesen oder wässerige Augen. Diese Anzeichen sind vorübergehend. Schonen sie ihre frischgeimpfte Katze vor körperlicher Anstrengung und Unruhe, damit sie sich schnell erholen kann.

Erhältliche Impfstoffe sind der Lebend-Impfstoff und der Tot-Impfstoff.
Beim Lebend-Impfstoff wird die gleich hohe Immunität hervorgerufen wie bei einer Infektion mit der Krankheit, ohne die gleichen Symptome hervorzurufen. Lebend-Impfstoffe können nicht bei trächtigen Tieren verwendet werden. Von vielen Tierärzten und Züchtern wird der Totimpfstoff vorgezogen, weil das Virus bei dieser Art von Impfung nicht aktiv werden und sich replizieren kann. Der Impfstoff ist für das Tier sicherer, weil sich das Virus nicht ausbreiten kann. Den gleich hohen Schutz gegen eine Infektion wie bei der Lebendimpfung bietet sie aber nicht.
Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 21. März 2008 um 15:09 Uhr